Outtake 1 – Kaffeeklatsch

Meine beiden Charaktere Rubina und Zayn waren zum Kaffeeklatsch bei der lieben Michelle von Booktopischeleseliebe eingeladen und ich habe Mäuschen gespielt.

Ich habe euch das Interview mitgebracht und wenn ihr wissen möchtet, was Michelle bewegt hat, dieses Interview zu machen und vor allen Dingen warum, dann schaut einfach auf ihrem Blog vorbei.

 

Michelle: Ich freue mich riesig, dass ihr zwei meiner Einladung gefolgt seid und mir die Chance geben wollt, euch etwas Näher kennen zu lernen. Als kleines Dankeschön habe ich euch sogar einen kleinen aber feinen Kuchen gebacken und hoffe er schmeckt euch genauso gut wie der Kaffee. *Lächelt freundlich in die Runde*

Zayn: Kuchen mag ich nicht. Außerdem verstehe ich nicht ganz, was ich hier soll. Ich habe so viel Wichtiges zu erledigen. Aber Anna meinte, dass kann mir nicht schaden, sondern mein Image aufmöbeln.

Rubina: Oh, danke. Das ist lieb von dir. Vielleicht könntest du mir das Rezept verraten, damit ich ihn später auch mal backen könnte. Und danke für die nette Einladung.

Michelle: Oh, das tut mir leid Zayn, Anna hatte mir nicht verraten, dass du so viel beschäftigt bist und dass du keinen Kuchen magst wusste ich leider auch nicht.
Nun bin ich erst recht ein wenig aufgeregt, denn immerhin habe ich nicht täglich so hohen Buchbesuch bei mir im Garten, daher bitte ich schon mal vorneweg um Verzeihung, denn eine dumme Angewohnheit von mir, ist meine Neugierde. Und ich komme nur selten gegen den Drang an meine Fragen für mich zu behalten. Aber ich will unbedingt mehr über euch, eure Familien und Freunde erfahren. Was bedeutet für euch Familie?

Rubina: Alles. Dia ist meine kleine Schwester und ich würde sterben für sie. Unsere Eltern sind ja verschollen. Alle im Dorf sagen, sie würden nicht mehr leben, sonst hätte man ein Lebenszeichen gefunden nach über vier Jahren.

Zayn: Familie. Frag mich lieber, was ich von Magie halte oder Rache. Aber gut. Du willst was hören. Familie war mir früher sehr wichtig, aber das hat sich geändert und niemand kann meine Meinung darüber ändern. Ich will keine Famile, aber ich weiß sie trotzdem zu schätzen und für meine Vorteile zu nutzen.

Michelle sieht Zayn leicht erschrocken an und entschließt sich schnell im Thema weiter zu fragen: Was passt bei euch besser von Inhalt der Aussagen: Meine Freunde sind meine Familie!  Oder sagt ihr eher:  Meine Familie sind meine engsten Freunde.

Zayn: Nichts von beiden. Obwohl, wenn ich es mir überlege; vielleicht könnten enge Freunde so etwas wie Familie sein.

Rubina: Diamantia ist meine Familie, aber eigentlich sind wir in unserem Dorf alle wie eine große Familie.

Michelle: Bei mir trifft meist sehr gut zu, meine Familie sind meine engsten Freunde.  Aber weiter im Text: Wenn ihr an die Zukunft denkt, spielt da Familie gründen und Kinder bekommen eine große Rolle oder eher eine untergeordnete?

Rubina: Natürlich möchte ich Kinder haben, aber bis jetzt habe ich noch nicht den richtigen gefunden. In unserem kleinen Dorf ist das auch eher schlecht und in die Stadt komme ich so gut wie nie.

Zayn: Kein Bedarf. Ich will meine Rache und außerdem werde ich nur Prune lieben. Das will ich hier mal festhalten.

Michelle bekommt leichte Gänsehaut bei dem harten Ton, den Zayn bei seinen Antworten anschlägt und fragt sich langsam, ob das wirklich eine gute Idee war ihn einzuladen. Nach außen versucht sie aber ruhe zu wahren und stellt ihre nächste  Frage: Gibt es Erinnerungen aus eurer Kindheit, die ihr euch gerne wieder ins Gedächnis ruft, damit ihr sie nicht vergesst?

Zayn: Aus meiner Kindheit? Vielleicht meine Freundschaft zu meinem besten Freund. Aber das ist lange her und schon fast vergessen. Also, nein. Die Erinnerung kommt ab und an, aber ich will ehrlich sein. Diese Gefühle sind hinderlich und ich will sie nicht.

Rubina: Oja, früher durften wir Maman immer beim Melken helfen. Oder wir sind mit ihr in den Wald gegangen. Eigentlich mag ich jede Erinnerung aus meiner Kindheit, denn sie lässt mich den Verlust meiner – unserer – Eltern leichter ertragen.

Michelle findet Rubina unglaublich symphatisch und grinst ihr aufrichtig entgegen, während ihre Neugier schon die nächsten Antworten fordert: Wer war früher ein großes Vorbild und eine Art Held für euch  und warum?

Rubina: Meine Mutter . Sie war immer freundlich, nett und hilfsbereit. Sie kann – konnte – …entschuldige bitte, aber ich kann mich nicht damit abfinden, dass sie tot sein sollen. Wenn ich über sie rede, als wären sie noch am Leben, dann kann ich hoffen, dass sie noch zurück kommen.
Also meine Mutter war und ist immer meine Heldin.

Zayn: Ich habe keine Vorbilder. Aber ich verehre den ersten Schwarzmagier, der auf Keopra lebte und die Bruderschaft ins Leben gerufen hat, dessen Anführer ich nun bin.

Michelle ziehen sich langsam die Eingeweide zusammen und sie ist froh, nur noch eine letzte Frage stellen zu können, bevor die Besuchszeit auf unserer Welt abgelaufen ist: Wenn ihr einen Wunsch frei hättet, was würdet ihr euch, eurer Familie und Freunde wünschen?

Zayn: Ich wünschte man könnte sich ein Leben zurück wünschen. Aber da man Tote nicht wieder zum Leben erwecken kann. Selbst auf Keopra nicht, will ich nur meine Rache.

Rubina: Ich wünschte, dass unsere Familie wieder vereint wäre und doch würde ich mir ebenso wünschen, dass Dia ihren Weg geht. Sie ist zwar ein ungestümer Wildfang, aber glaubt mir. Sie ist einfach eine wundervolle junge Frau.

Michelle steht langsam auf, schenkt Rubina ein freundliches Lächeln und reicht Zayn die Hand um sich zu verabschieden: Ich danke euch von Herzen, dass ihr den Weg zu mir auf euch genommen habt und mir so viel über euch, eure Freunde und euren Familiensinn erzählt habt. Ich wünsche euch weiterhin alles Gute auf eurem weiteren Weg und hoffe, dass eure Lebenswege bald frei von Traurigkeit und dunklen Gefühlen sind. Denn das Leben hat soviel schönes zu bieten, wir müssen manchmal nur einfach genauer hinsehen um es zu erkennen.